5. - 6. Tag : Gavarnie - Les trois Gorges

5.Tag
Heute strahlt wieder die Sonne. Wir nähern uns schon langsam den westlichen Ausläufern der Pyrenäen Richtung Atlantik. Zuerst durchqueren wir die Gorge de Luz, um dann über den Col de Soulor entlang einer steil nach rechts abfallenden Straße den Col d'Aubisque zu erreichen. Auf dem Weg hält uns eine Kuh auf, nein keine BMW, eine echte. Oben das obligatorische Beweisfoto. Die Kuh kommt auch an, muht 3 mal und macht sich dann auf der anderen Seite wieder auf den Abstieg. Hat wahrscheinlich auch Urlaub und macht eine Pässetour.
Wir überholen sie wieder und erreichen auf der extrem holprigen D294 den Col de Marie Blanque. Weiter geht's über Arette Richtung Süden auf der traumhaften D132 (tolle Kurven mit schöner, breiter Straße) und der D113 nach Saint-Engrace, unserem Etappenziel. Wir finden einen klasse gelegenen Campingplatz (Camping Ibarra). Unsere Zelte stellen wir in einem idyllisch gelegenen Wäldchen auf. Eine Bank und ein Tisch sind auch vorhanden. Nach einer Verpflegungsfahrt nach Tardets, dem Zentrum der Espandrillo Herstellung, genießen wir hier unser Standard-Abendessen, Brot, Wein, Käse.
6.Tag
Und schon wieder lauert ein Wandertag. Ziele heute sind die Gorge de Kakouetta und die Passarelle de Holcarte. Erstere ist eine der beeindruckendsten Schluchten der Pyrenäen, zweitere eine 170m hohe Hängebrücke über die gleichnamige Schlucht.
Zur Besichtigung der Kakouetta (25 FF) werden am Schlucheingang lustige Helmchen gegen Steinschlag ausgeteilt. Am Anfang noch etwas breit, verengt sich die durch einen glasklaren Gebirgsbach geschaffene Schlucht zusehends und endet an einer kleinen Tropfsteingrotte. Obwohl außerhalb ca. 30 herrschen, liegen die Temperaturen hier in einem angenehmen Bereich.
Das ändert sich jedoch, als wir nach einer kurzen Moppedstrecke, die Gorge de Holcarte erreichen. Um zur Passarelle zu kommen, ist ein Aufstieg von gut 2 Kilometern nötig, das steilste Stück liegt in der prallen Sonne und es ist gerade mal 13 Uhr, größte Mittagshitze. Aber es lohnt sich. Die sehr wackelig anmutende Hängebrücke erstreckt sich auf 30m über die 170m tiefe Schlucht. Die Stahlseile sehen zwar in Ordnung aus, aber die Holzbalken haben sicher schon bessere Zeiten gesehen.
Wir wandern noch etwas den Berg hinauf und nehmen dann den gleichen Weg zurück. Erschöpft, aber zufrieden kommen wir unten wieder an. Zur Belohnung das obligatorische Bier. Schmeckt heute besonders gut.

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